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Pfarrkirche und Kapellen Pfarrkirche St. Michael

Schon vor mehr als tausend Jahren finden wir den Namen ORTAHA für unser heutiges Orth.
• Am 1. Jänner 865 weihte der Salzburger Erzbischof Adalwin in Orth eine Kirche (Michaelskirche in der alten Wasserburg).
• Um 1100 Pfarre Ort a.d.Donau.
• 1272 ist der erste Orther Pfarrer Friedrich namentlich bekannt.
• 1529 Türkensturm! Gänzliche Zerstörung der Kirche.
• 1568 Wiederaufbau der Kirche durch Elisabeth, Gräfin von Salm.
• 1647 Das alte Patrozinium des Erzengels Michael wird von der Schlosskapelle an die neue Pfarrkirche übertragen (früher: Maria Himmelfahrt).
• 1689 Ein großer Brand zerstört auch die Kirche. Erneuerung und Erweiterung der Kirche.
• Um 1710 Erhöhung des Kirchenschiffes und des Turmes, jetzt in Zwiebelform, unter dem Grafen Strattmann.
• 1819 Gräfin di Lipona, eine Schwester Napoleons, schenkt der Kirche das Altarbild - eine Darstellung des Erzengels Michael. Es wurde gemalt von Johannes Nepomuk Höfel. Ebenfalls aus 1819 stammt der Pfarrhof.
• 1950 Prof. Hans Alexander Brunner schafft das Deckengemälde. Es zeigt vorne die Erscheinung Christi auf dem Berg Tabor, dann in der Mitte die in den Himmel aufsteigende Jungfrau Maria und in der Nähe des Chores den Erzengel Michael im Kampf mit dem Bösen.

Kapellen in Orth:

Schlosskapelle
Die alte Michaelskapelle im Westtrakt des Schlosses und die nachfolgende, vom Erdboden bis in den ersten Stock reichende Kapelle im Nordteil des Schlosses, sind heute längst verfallen. Mehr als zwei Jahrhunderte gab es kein Gotteshaus im Schloss.
Als im Jahre 1962 das Österreichische Fischereimuseum in diesem, in noch kleinsten Anfängen, eröffnet werden konnte, da lag den Gründern dieses Museums schon der Wunsch nahe, in einem der schönsten Turmräume eine Schlosskapelle zu Ehren des Hl. Petrus, des Patrons der Fischer, zu errichten.
Im Jahre 1967 war es dann soweit, dass unter dem festlichen Geläute der Orther Kirchenglocken in diesem Weiheraum die erste heilige Messe gelesen werden konnte. Seither sind die Abendmessen vor dem Festtage Peter und Paul und am Vorabend des Hl. Nikolaus, des Patrones der Fährleute, wahrlich immer ein Erlebnis für die Messbesucher.

Antonikirche - Antonikapelle
Auf einer alten Ansicht aus dem Jahr 1910 befindet sich östlich der heutigen Antoniuskapelle an der Wiener Straße ein schlichtes Holzkreuz. Es stand lange dort, dort, wo sich der Altar der alten Orther Antoniuskirche befand. Später wurde das Kreuz an den Beginn der Andlersdorfer Straße versetzt.
Die Antonikirche erstand in der Zeit der Reformation, als die Orther Pfarrkirche den Protestanten überlassen werden musste und sie wurde von den Brüdern Grafen Niklas und Wolfgang Salm für die Orther Katholiken erbaut.
Das Fest des Hl. Antonius wurde immer als Orther Kirchtag gefeiert. In vielen Widmungen und Schenkungen gedachte man dieser Kirche, von welcher leider kein Bildnis vorhanden ist.
Vor 200 Jahren wurde die Antonikirche abgebrochen, das Abbruchmaterial verkauft, der Erlös für die Orther und Breitstettener Schule verwendet. Auch die große Glocke und die Kehlheimer Platten gingen nach Breitstetten.
Dann wurde eifrig gesammelt zur Errichtung wenigstens einer kleinen Antoniuskapelle. Ein Sammler aus dem Jahre 1819 war der Bauer Johann Waraschitz von Orth Nr. 52.

Johanneskapelle
Der Fadenbach war einst ein fließendes, breites, reines und auch sehr fischreiches Gewässer. Der Übergang zum heutigen Jägergrund mit seinem alten Forsthaus, der früher Mühlgrund, später Germnudelgrund geheißen hatte, war eine breite Holzbrücke. Wie auf vielen Brücken stand auch auf dieser ein Standbild des Hl. Johannes von Nepomuk, des Brückenheiligen.
Als aber um die 1880er Jahre der 60 km lange Schutzdamm errichtet wurde, wurde auch die so genannte Dienerbrücke durch den heute bestehenden Aufschüttungsdamm mit verrohrtem Wasserdurchlass ersetzt und die Statue des Hl. Johannes in die neuerbaute Kapelle übertragen.
Die Johanneskapelle ist seit vielen Jahen ein Ort des jährlichen Fronleichnamsaltares.

Annakapelle
Dort, wo die Straße nach Breitstetten von der Ortsstraße abzweigt, steht die der heiligen Anna geweihte Kapelle. Früher schon stand sie in selbiger Gegend wie heute, in der so genannten Lucken. Man nannte sie Kapelle bei der Lucken. Und noch früher hieß sie Schweinhammerkapelle, nach ihrem Erbauer Simon Schweinhammer, der in Orth ein vermögender Fleischhauer und 1660 auch Marktrichter (Bürgermeister) war.
Heute noch ist die liebliche Kapelle ein Ort der Aufstellung eines Fronleichnamsaltares. In der Kapelle befinden sich zwei Statuen, jene die der Gottesmutter (Immaculata) und "Anna Selbdritt", Mutter Anna, welche auf ihren Armen Maria und das Jesuskind hält.

(Die Texte sind dem Heft "Kirche - Kapellen - Gedächtnisstätten von Orth an der Donau" aus dem Jahr 1985 entnommen.)

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Am Sonntag, den 29. Mai 2016, feierte P. Nikodemus Peschl von der Johannesgemeinschaft um 10.00 Uhr in Orth an der Donau die hl. Messe. Nach der hl. Messe spendete er den Primizsegen. Das Bild zeigt die Primizmesse in Marchegg im Juli 2015.

 alt

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 05. Juni 2016 um 06:56 Uhr