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Mannsdorf Drucken

 

Konzert in der Kirche am 27. Februar 2016, 16 Uhr

 

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Die Sternsingergruppen 2016

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Geschichtliches

Bis 1783 gehörte die Mannsdorfer Kirche zur Pfarre Probstdorf. 1769 schrieb der damalige Pfarrer von Probstdorf, Graf von Gondola, seinem Bischof in Passau: In Mannsdorf gäbe es eine Kirche, die aber nicht geweiht sei, dennoch würde ein Kirchweihfest gefeiert.

Daraufhin wurde die Kirche dem Hl. Franz Xaver geweiht. Der Hochaltar mit dem Bild des Hl. Jakob stammt aus dem Kloster zur heiligen Agnes in der Wiener Himmelpfortgasse. Dieses Kloster wurde im Zuge der Josephinischen Reform 1783 aufgelöst, der Hochaltar kam 1785 nach Mannsdorf. 

Weitere Details entnehmen Sie bitte dem Kirchenführer:
- Geschichte
- Statuen und Bilder
- Der Hl. Franz Xaver (ausführlicher jedoch weiter unten)
- Orther Pfarrer

 

Kirchenrechnung 2012 - 2015

 

Kirchenpatron Hl. Franz Xaver

Glaubensbote in Indien und Ostasien, Ordensprovinzial

* 7. April 1506
auf Schloss Xavier, heute
Javier, bei Pamplona in Spanien

† 3. Dezember 1552
auf der Insel Sancian /
Shangchuan Dao bei Kanton in China

Gedenktag: 3. Dezember

 

Franz Xaver wurde am 7. April 1506 auf der Burg Xavier (heute: Javier bei Pamplona) in der nordostspanischen Provinz Navarra geboren. Er studierte ab 1525 in Paris an der Sorbonne und wohnte im Collège Sainte-Barbe. Er war eitel und karrierebewusst, gab aber während des Studiums seinem Leben eine radikale Wende.

Franz Xaver und Peter Faber gehörten zu den ersten, die sich 1533 Ignatius von Loyola anschlossen und später mit ihm und drei anderen den Jesuitenorden gründeten. Zum Priester wurde Franz Xaver 1537 in Venedig geweiht. 1539 arbeitete er in Rom mit Ignatius beim ersten Entwurf der jesuitischen Ordenssatzung zusammen.

Der portugiesische König Johann III. bat 1539 Papst Paul III. um Missionare für die portugiesischen Besitzungen in Ostindien. Nach seiner Ernennung zum apostolischen Nuntius für das ganze Asien brach Franz Xaver 1541 von Lissabon aus nach Indien auf und landete am 6. Mai 1542 in Goa. Franz Xaver revitalisierte das Christentum der portugiesischen Kolonialbeamten durch Unterricht, Predigt, Beichte und missionierte unter den armen einheimischen Perlfischern. 1544 taufte er in einem Monat zehntausend Makau-Fischer. Von seinem Stützpunkt in Goa aus missionierte er auch in Indien und bis hinauf nach China; einer seiner größten Erfolge war die Taufe der Königin Neachile von Indien, die zuvor das Christentum vehement bekämpft hatte und nun den Taufnamen Isabella erhielt.

Ab 1545 missionierte Franz Xaver auf der hinterindischen Halbinsel Malakka und auf mehreren Inseln der von den Portugiesen entdeckten Molukken im heutigen Indonesien. Er gründete Missionsstationen, bildete Einheimische als Missionare aus und führte eine straffe Ordnung und regelmäßige Berichte ein. Die Briefe, in denen er nach Rom berichtete, wurden ab 1545 gedruckt und weit verbreitet, was im ganzen Abendland Begeisterung für die Mission bewirkte; mehr als 1500 solcher Briefe sind erhalten.

Der folgende kurze Ausschnitt aus einem Brief von der Anfangszeit seines Wirkens in Indien (15. Januar 1544) gibt einen Einblick davon, was Franz Xaver antrieb:
»Wie viele Bekehrungen bleiben wegen des Mangels an Helfern, die sich des heiligen Werkes annehmen, in diesen Ländern noch zu wirken! Es packt mich, wie oft, das Verlangen, in die Universitäten Europas zu stürmen, schreiend mit lauter Stimme, wie einer, der nicht mehr bei Sinnen ist; vor allem in Paris wollte ich's alle hören lassen, deren Wissen größer ist als der Wunsch, hiervon guten Gebrauch zu machen; vor versammelter
Sorbonne wollte ich's ihnen zurufen: wie viele Seelen vom Wege des Heiles abkommen durch ihre Schuld, wie viele Seelen verlorengehen durch ihre Gleichgültigkeit! Wenn sie mit gleichem Eifer, den sie den Studien zuwenden, auch jene Rechenschaft überdenken würden, die Gott, unser Herr, dereinst von ihnen fordern wird, [...] - wie viele von ihnen müssten erschüttert sein! Sie würden die Mittel zu ihrem Heile ergreifen, sie würden geistliche Übungen halten, diese Übungen, ausersehen, sie im Inneresten ihrer Seele den heiligen Willen Gottes erkennen zu lassen und ihn zu begreifen in seiner Tiefe. Und sie würden sich diesem göttlichen Willen fortan bereitwilliger als ihren eigenen Neigungen hingeben, sprechend: »Herr! Siehe, hier bin ich. Was willst Du, dass ich tun soll? Sende mich, wohin Du willst, und wenn es gut ist, selbst bis nach Indien!«

Auf Malakka traf er im Jahr 1547 einen Japaner, dessen Berichte ihn überzeugten, auch Japan (Nippon) den christlichen Glauben zu bringen. Nach Regelung von Ordensangelegenheiten in Goa, das als eine Art Basis seiner Missionstätigkeit diente, trat er 1549 die Schiffsreise nach Nippon an. Am 15. August 1549 erreichte er im Hafen von Kagoshima auf der Insel Kyūshū als erster christlicher Missionar Japan.  Er erlernte die Sprache, es entstand eine erste christliche Gemeinde mit über 1000 Getauften. 1550 ging er zu Fuß in die Hauptstadt Miyako - das heutige Kyoto - und wollte beim Kaiser vorsprechen, was ihm aber verwehrt wurde. Rund drei Jahre lang verbrachte Franz Xaver mit Aufgaben der Mission in Japan. Er gründete in Yamaguchi die erste christliche Gemeinde. Nachdem eine Gruppe von Jesuiten als seine Nachfolger eingesetzt war, versuchte er, als Nächstes im Ming-zeitlichen Kaiserreich China das Evangelium zu verkünden.

Dazu sollte es nicht mehr kommen: Ausländern war damals der Zutritt ins Reich der Mitte untersagt. Im Alter von 46 Jahren starb er am 3. Dezember 1552 auf der dem chinesischen Festland vorgelagerten Insel Shangchuan Dao in der Bucht von Kanton (heute: Guangzhou). Franz Xaver fand 1554 in Velha Goa (in der Nähe von Panjim, Goa, Indien) seine letzte Ruhestätte, sein rechter Unterarm wurde als Reliquie 1615 nach Rom überführt. In der Mutterkirche des Jesuitenordens Il Gesù befindet sich der mumifizierte Arm.

Von Papst Paul V. wurde der Jesuit am 25. Oktober 1619 selig und von Gregor XV. am 12. März 1622 heiliggesprochen. 1748 wurde er zum Schutzpatron Indiens ernannt, 1904 zum Patron der Verbreitung des Glaubens, 1926 zum Patron aller katholischen Missionen und 1927 zum Patron der Heidenmission erhoben.

 

  

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 29. Februar 2016 um 20:36 Uhr
 

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