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Impulse Drucken

Wunsch

 

 

 

 

alt

Ein gesegnetes Fest der Auferstehung wünschen Ihnen Pfarrer Erich Neidhart und die Pfarrgemeinderäte.

 

 

SMS von Papst Franziskus in der Fastenzeit 2017

 

14.4.:
Das Kreuz Jesu ist das Wort, mit dem Gott auf das Böse der Welt antwortet.

13.4.:
Jesus Christus, die menschgewordene Barmherzigkeit Gottes, ist aus Liebe am Kreuz gestorben und aus Liebe auferstanden.

12.4.:
Vergessen wir nie, füreinander zu beten. Im Gebet liegt unsere größte Stärke.

11.4.:
Dialog entsteht erst dann, wenn ich anerkenne, dass der andere ein Geschenk Gottes ist und mir etwas zu sagen hat.

10.4.:
Gott will, dass alle Menschen als Brüder und Schwestern in der großen Menschheitsfamilie leben, vereint in der Harmonie der Verschiedenheit.

7.4.:
Wenn wir aus dem Beichtstuhl kommen, spüren wir seine Kraft, die uns wieder Leben schenkt und uns die Glaubensbegeisterung zurückgibt.

6.4.:
Jeder kann eine Brücke der Begegnung der Kulturen und Religionen sein, ein Weg, unser gemeinsames Menschsein zu entdecken.

5.4.:
Das entschlossene Eintreten für die Menschenrechte erwächst aus dem Bewusstsein und dem einzigartigen und unwiederholbaren Wert der Person.

4.4.:
Vergessen wir die Sprache des Verurteilens und wählen wir die Sprache der Barmherzigkeit.

3.4.:
Den Gott, der die Liebe ist, verkündet man, indem man  liebt.

1.4.:
Das Wohl der Familie ist entscheidend für die Zukunft der Welt und der Kirche.

31.3.:
Die Welt braucht konkrete Zeichen der Solidarität, vor allem, um der Versuchung der Gleichgültigkeit begegnen zu können.

30.3.:
Lasst uns auf unserem gemeinsamen Weg nicht nur füreinander Sorge tragen, sondern auch für die Schöpfung, unser gemeinsames Haus.

29.3.:
Die kranken und armen Menschen, wie auch das ungeborene Leben, sind das Abbild Gottes und verdienen den größten Respekt.

28.3.:
Mit den anderen sprechen und für alle beten: so können wir Liebe aufkommen lassen, wo Hass herrscht, und Vergebung, wo Verletzung schmerzt.

27.3.:
Wenn du Gott finden willst, dann suche ihn dort, wo er verborgen ist: in den Armen, den Ärmsten, den Kranken, den Hungernden, den Gefangenen.

25.3.:
Maria ist die Frau des "ja"; "ja" zur Hingabe an Gott, "ja" zur Hingabe an unseren Nächsten. Lasst uns ihr in dieser Hingabe nachfolgen!

24.3.:
Nur wer sich vor dem Herrn klein macht, kann die Größe seiner Barmherzigkeit erfahren.

23.3.:
Verdienst und Kapital sind keine Güter, die über dem Menschen stehen – sie stehen im Dienst des Gemeinwohls.

22.3.:
Die Familie ist der Ort, an dem die Eltern die ersten Lehrer für den Glauben ihrer Kinder werden.

21.3.:
Jesus zeigt uns das wahre Gesicht Gottes, für den Macht nicht Gewalt und Zerstörung bedeutet, sondern Liebe.

20.3.:
Lieben und vergeben wie Gott liebt und vergibt. Das ist ein Lebensprogramm, das keine Unterbrechungen oder Ausnahmen kennen darf.

18.3.:
Wir sind Hüter, nicht Herren unserer Erde. Jeder ist persönlich verantwortlich für die Bewahrung der Schöpfung, kostbares Geschenk Gottes.

17.3.:
Gehen wir zu ihm und haben keine Angst! Gehen wir, um ihm aus der Tiefe des Herzens zu sagen:" Jesus, ich vertraue dir!"

16.3.:
Niemand kann von der Barmherzigkeit Gottes ausgeschlossen werden! Die Kirche ist das Haus, das alle aufnimmt und niemanden abweist.

15.3.:
Beten wir für Familien in schwierigen Situationen und ein gesundes Umfeld für die Kinder.

14.3.:
Jesus hilft uns stets, der Versuchung des Geldes, der Eitelkeit und des Hochmuts zu widerstehen, die die Wahrheit zu verzerren sucht.

13.3.:
Lieben und vergeben sind das konkrete Zeichen, dass der Glaube unsere Herzen verwandelt, das Leben Gottes in uns zum Ausdruck bringt.

11.3.:
Als Christen dürfen wir uns nicht in uns verschließen, sondern müssen offen sein vor den anderen und für die anderen.

10.3.:
Auch in den dunkelsten Stunden meines Lebens wartet Gott auf mich, will mich umarmen, Gott wartet auf mich.

9.3.:
Gott rechnet mit dir aufgrund dessen, was du bist, nicht aufgrund dessen, was du hast.

8.3.:
Eine Familie zu gründen bedeutet, den Mut zu haben, ein Teil von Gottes Traum zu sein, eine Welt aufzubauen, wo sich niemand allein fühlt.

7.3.:
Kleine Gesten der Liebe, der Zärtlichkeit und der Fürsorge zeigen uns, dass der Herr mit uns ist: so öffnet man das Tor der Barmherzigkeit.

6.3.:
Unsere erste Berufung ist es, „Vaterunser“ zu sagen: Vater unser, lass uns nicht der Versuchung der Resignation erliegen.

4.3.:
Gott verändert die Welt durch Verwandlung der Herzen. Wo immer Gott ein offenes und vertrauensvolles Herz vorfindet, kann er Wunder wirken.

3.3.:
Das Sakrament der Versöhnung erlaubt uns, vertrauensvoll vor den himmlischen Vater zu treten, um die Gewissheit der Vergebung zu erlangen.

2.3.:
Mein Leben, meine Haltung, mein Lebensstil muss ein konkretes Zeichen für die Tatsache sein, dass uns Gott nahe ist.

Aschermittwoch:
Die Fastenzeit ist die Zeit, die die Sinne schärft, die Augen öffnet für das viele Unrecht, das Herz für unseren Bruder, der leidet.

 

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Der Himmel steht offen –
Glaubenserfahrung des Stephanus.
Der Himmel steht offen –
zusammenfassende Botschaft von Weihnachten.
Der Himmel steht offen –
grundlegende Erfahrung unseres Glaubens.

Zeuginnen und Zeugen sind gefragt –
damit die Erfahrung weiterlebt.

Der Himmel steht offen –
eine kraftvolle Botschaft,
eine Hilfe,
um selbst Zeugnis abzulegen –
in welcher Form auch immer.

Reinhard Schandl


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Geburt

Gebären meint
zur Welt bringen
was Gott in mich einpflanzt
was Gott hinein legt
was kein Mensch
produzieren und machen kann

Gebären heißt
das Kind
ins Leben atmen
und dabei eins werden
mit Gottes Atem
dem zärtlichen, nahbaren
der heiligen Kraft

Das göttliche Erbarmen Gottes
im Mutterschoß spüren
und die Freude teilen
über das kleine, große Wunder
das Gott
mit jedem Menschen
in die Welt bringt

Diese Freude wollen auch wir mit allen Menschen teilen,
darum lasst uns jubeln und singen!

Petra Maria Burger

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Ahnenreihe

Wer wir sind,
können wir uns nicht aussuchen.
Unser Stammbaum ist uns vorgegeben.

Wer wir sind,
sind wir nicht zuletzt durch unsere Ahnen,
die uns so viel in die Wiege gelegt haben.

Was wir daraus machen,
liegt zu guten Teilen bei uns.

Und irgendwann
scheinen auch wir einmal in einer Ahnenreihe auf.
Was wir wiederum unseren Nachfahren in die Wiege legen,
nimmt uns stets in die Verantwortung.

Gegenüber unseren Nachfolgenden,
uns selbst
und gegenüber Gott.

Armin Haiderer

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Wenn Gott kommt,
verändert sich die Welt.
Alles grünt und blüht.
Alles wird froh und heil.

Das Kranke wird gesund.
Das Trockene wird fruchtbar.
Die Wüste wird zum Paradiesgarten.
Ein ewiger Frühling zieht ein.

Alles wird neu.

Alles blüht.

Alles freut sich.

Das Leben ist leicht!

 

Christine Gruber-Reichinger

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Erfüllung

Wir leben,
verleben,
gedeihen
und welken,
doch stets bleibt Gott
als junger Trieb in uns,
und einmal eines Tages,
wenn wir an Tagen und Erfahrung voll sind,
dann treibt er aus

und knospt,
sein Geist blüht auf,
erfüllt den Raum,
und wir sind unterdessen
neu geboren.

Sandra Haiderer

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In der Adventzeit gibt es wieder die regelmäßigen Impulse aus der Diözese Linz
http://www.dioezese-linz.at/bibel

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Wer sieht sie?

Menschen auf der Flucht
vor Krieg und Gewalt
Menschen auf der Suche
nach einem Bleibeort

Menschen ausgebrannt und leer
Menschen einsam und allein

Menschen auf der Suche nach etwas
wofür es sich zu leben lohnt
Menschen auf der Suche nach Menschen
um miteinander weiter zu gehen

Sehen wir sie?

Karin Hintersteiner

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Eines Tages ...
… gibt es nicht mehr Gewinner und Verlierer
… gibt es nicht mehr Freund und Feind
… gibt es nicht mehr die Guten und die Bösen
… gibt es nicht mehr reich und arm
… gibt es nicht mehr schwarz und weiß

Keine Konkurrenz –
wer ist der Stärkere, der Bessere.
Die Ellbogentechnik verwendet keiner mehr,
niemand muss sich durchsetzen.
Niemand wird den anderen übertrumpfen
oder austricksen wollen.
Niemand ist schwach und unterlegen.

Eines Tages …
… sind wir alle ebenbürtig,
weil Gott in uns allen wohnt
und uns liebt. 

Sylvia Zellinger

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Adventlich leben

Lasst uns doch mal größer denken
den Kreis der Hoffnung weiter ziehen
ohne Angst zu lieben wagen

Schau an den Berg des Herrn
ist er nicht riesengroß
Sieh an des Herrn Gemeinde
sind es nicht unzählbar viele

Warte nicht bis ans Ende der Tage
Sieh doch: Gottes neue Welt ist da
Im Licht des Herrn zu gehen
ist auch im Dunkeln möglich

Lasst uns ihm entgegen tanzen
Singe laut dein Jubellied
Lebe frei in seinem Frieden

Ralf Huning SVD

 

 

 

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Seligpreisungen - Glückwünsche

Glücklich, die leere Hände haben,
sie können noch beschenkt werden.

Glücklich, die viel vom Leben erwarten,
sie werden sich noch freuen.

Glücklich, die offen für Begegnungen sind,
sie werden stets Freunde gewinnen.

Glücklich, die ein weites Herz haben,
sie werden nicht einsam sein.

Glücklich, die Verantwortung übernehmen,
sie werden daran wachsen.

Glücklich, die ihre Talente einbringen,
sie werden dabei Freude erfahren.

Glücklich, die aus der Kraft des Glaubens leben,
sie werden immer begleitet sein.

(Ingrid Penner)

 

Die Frucht der Stille ist das Gebet.

Die Frucht des Gebetes ist der Glaube.
Die Frucht des Glaubens ist die Liebe.

Die Frucht der Liebe ist das Dienen.
Die Frucht des Dienens ist der Friede.

 

Mutter Teresa

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Osterlauf

Läuft da nichts mehr,
weil der Herr aus dem Grab
weggenommen ist,
oder läuft doch etwas,
das sie noch nicht verstehen?
 
Zwei Jünger laufen zum Grab.
Simon Petrus und der Jünger, den Jesus liebte.
Die beiden Jünger kommen ins Laufen,
weil vorher schon Maria Magdalena zu ihnen gelaufen ist.
 
Es geht nicht,
dass ich sitzen bleibe
oder mich besserwisserisch zurücklehne.
Sonst sehe ich nichts und glaube nichts.
 
Ostern bringt vieles ins Laufen.
Der Glaube bekommt Beine.
Der Glaube bekommt Hand und Fuß.
 
Der erste Jünger sah und glaubte.
Lauf auch du!
Komm und sieh!

Franz Troyer

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Karsamstag - Still werden
Jesus liegt im Grab

alt                                                                                                                                        Giotto - Jesu Grablegung

 

Der Karsamstag ist der Tag der Grabesruhe Jesu, ein Ruhetag zwischen den Ereignissen des Karfreitags und Ostersonntags.

Die Ereignisse um Jesu Tod fordern ein Innehalten, ein Zur-Ruhe-kommen und Stille.
Wir müssen langsam realisieren, was geschehen ist. Grabesruhe, eine Besinnungs- und Trauerzeit.

Jesus liegt im Grab.

Still werden - nachdenken - traurig sein - das Nichts aushalten

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Gründonnerstag
Vermächtnis und Auftrag

nehmen – danken – brechen – geben

Jesu Handeln beim Letzten Abendmahl
nehmen – danken – brechen – geben

Überlieferung des Apostels
an die Christinnen und Christen in Korinth
nehmen – danken – brechen – geben

Handeln der Kirche
seit annähernd 2000 Jahren
nehmen – danken – brechen – geben

Gegenwart Christi in unserem Leben
nehmen – danken – brechen – geben

Grundlage für gelingendes Leben
 
Reinhard Schandl

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Das tägliche SMS vom Papst während der Fastenzeit

10. 2.: Die Fastenzeit ist eine gute Zeit, um sich mit der Hilfe des Wortes Gottes und der Sakramente Christus zu nähern.

11. 2.: In der heutigen Gesellschaft, in der die Vergebung so rar ist, wird die Barmherzigkeit immer wichtiger.

12. 2.: Unser Leben ist nicht ein sinnloses Umherschweifen. Wir haben ein sicheres Ziel: das Haus des Vaters.

.......

18. 2.: Man muss die Erde hüten, damit sie weiterhin so ist, wie Gott sie haben will, nämlich Quelle des Lebens für die ganze Menschheitsfamilie.

.......

23. 2.: Die Sakramente sind der Ausdruck der Zärtlichkeit und der Liebe Gottes gegenüber einem jeden von uns.

.......

8. 3.: Die Barmherzigkeit ist der Weg, der Gott und Mensch vereinigt. Sie öffnet das Herz für die Hoffnung, dass wir für immer geliebt sind.

.......

26. 3., Karsamstag: Der Christ ist nicht Zeuge einer Theorie, sondern einer Person: des auferstandenen Christus , der lebt und der der einzige Erlöser aller ist.

 

Ab Aschermittwoch, 10. Februar 2016 bietet die katholische Kirche in Österreich während der Fastenzeit wieder eine SMS-Aktion mit Papstgedanken an. Bis zum Karsamstag erhalten Interessierte an den 40 Tagen der Fastenzeit kostenlos ein SMS mit Zitaten von Papst Franziskus.

Dabei handelt es sich um Worte aus Reden und Predigten des Papstes aus dem dritten Jahr seines Pontifikats sowie um ausgewählte päpstliche Twitter-Kurzbotschaften. Anmelden kann man sich dazu ab Montag, 8. Februar, 9 Uhr, über das Mobiltelefon durch eine SMS mit dem Kennwort PAPST an die Telefonnummer 0664/6606651.

 

 

 

4. Adventsonntag - Geglückte Begegnung

Der Besuch Marias bei ihrer Verwandten Elisabet, wie ihn der Evangelist Lukas schildert, zeigt, wie eine Begegnung unter befreundeten Menschen zutiefst zufriedenstellend ablaufen könnte: Keine der beiden Frauen redet nur über sich. Sie sind bemüht, einander ihre Wertschätzung zu zeigen, und vergleichen nicht eifersüchtig ihre von Gott geschenkten Berufungen. Sie freuen sich gemeinsam über das Positive in ihrem Leben. Fehler anderer sind kein Gesprächsthema. Sie haben ein so starkes Bedürfnis nach dem Wiedersehen, so dass auch Hindernisse überwunden werden – und sie nehmen sich viel Zeit füreinander.

 

 

hoffnung

Stille Nacht
gott wird mensch
Hoffentlich
ist er
nicht der einzige

(Rudi Weiß)

 

Gottes Alternative

Wir Menschen
wollen
einen Turm zum Himmel
bauen.
Der Turmbau scheitert.
 
Die Alternative:
Gott
reißt den Himmel auf
und kommt herab.
Vereiste Herzen
tauen,
Gerechtigkeit
kann sprießen.
 
(Franz Troyer)

 

Geschenkte Augenblicke

Reich beschenkt hast du mich, oh mein Gott,
und ich habe dankbar empfangen.
Mir wurde viel gegeben,
meine Kinder,
meine Talente und Fähigkeiten,
mein gesunder Körper …
 
Ich hatte das Glück,
hier geboren zu werden in einem freien Land,
in eine harmonische Familie hinein,
mit unzähligen Möglichkeiten, mich zu entfalten.
Aus dieser Fülle heraus kann ich geben,
meine Hände sind noch lang nicht leer.
Ich gebe denen, die erschöpft an mir vorbeigehen,
ich sehe sie an, ich nehme ihre Nöte wahr.
Sie kommen aus der Fremde und gehen hierher in die Fremde,
auf Sicherheit und Frieden hoffend.
Ich gebe der müden Mutter mit dem Baby auf dem Arm,
die kaum den Blick hebt,
ich gebe dem jungen Mann,
der mich unsicher aus dunklen Augen anschaut,
ich gebe dem alten Mann,
der so abgestumpft wirkt,
ich gebe dem Kind,
das wohl schon viel Leid gesehen hat.
Oft ist es nur ein Lächeln,
das ich für sie habe.
Und ich empfange beglückt ihr Lächeln.
 
(Sylvia Zellinger)

 

 

Wie ein Traum wird es sein,
wenn der Herr uns befreit,
zu uns selbst und zum Glück seiner kommenden Welt.

Der Blinde blinzelt in die Sonne,
dem Tauben verrätst Du ein Wort und er nickt.
Der stumm gewesen, spricht die Wahrheit.
Der lahme Mann schiebt seinern Rollstuhl nach Haus.

Geduckte heben ihre Köpfe,
Enttäuschte entdecken, die Welt ist so bunt,
Verplante machen selber Pläne,
die Schwarzseher sagen: "Es ist alles gut."

Die Alleswisser haben Fragen,
der Analphabet liest die Zeichen der Zeit.
Wer nichts hat, der spendiert für alle,
die Herrschenden machen sich nützlich im Haus.

Wie ein Traum wird es sein,
wenn der Herr uns befreit,
zu uns selbst und zum Glück seiner kommenden Welt.

(Lothar Zanetti)

 

 

Am Gipfel

 

Zu viel und zu wenig
Gedanken zu den Sonntagsevangelien des 14. und 15. Sonntags im Jahreskreis

Sie hatten zu viel
die Leute von Nazaret
Zu viel an Wissen
wer der andere sicher ist
Zu viel an Erfahrung
was man voneinander erwarten kann
Zu viel Verstand
den ach so gesunden
Darum konnte Er dort kein Wunder tun
Darum wunderte Er sich sehr
Verwundert über so viel Besitz


Euch sende ich einfach so
sagte Er zu seinen Jüngern
Nur ihr selbst
mit leeren Händen
Auch kein Proviant? Nicht nötig!
Auch kein Geld? Auf keinen Fall!
Kein zweites Hemd
keine Reiseversicherung
keinen Notfallplan
Geht einfach so
Mein Segen ist mit Euch
Meine Kraft wird euch genügen
Ralf Huning SVD, in: Ingrid Penner/Franz Kogler, Zeit für mich – Zeit mit Gott, Innsbruck/Linz
(Tyrolia Verlag/Bibelwerk Linz) 2014

 

 

 

 

Ostermorgen

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Bild: Edvard Munch, The Sun, 1912

 

Urknall-
entfesselte Materie
zentrifugale Kräfte
drängen ins Weite
nichts bleibt unberührt
auch das tiefste Dunkel leuchtet auf

noch einmal Schöpfungsmorgen

über einer gealterten Welt
breitet sich unaufhaltsam aus
die explosive Osterbotschaft:

ER lebt!!

 

Lumen Christi!

Deo gratias!

 

Charis Doepgen OSB

 

Karfreitag - schweigen

er
niedergedrückt von unserer gier
beladen durch unsere rachsucht
angekettet durch neid
und unseren stolz
 
er
tut den mund nicht auf
wer wollte ihn schon schreien hören?

wir
tun den mund nicht auf
um für ihn zu schreien
wir haben unsre eigene not
schauen nicht rechts, nicht links

er
schaut um sich
will bittere enge
und missbrauchte macht versöhnen
und ist doch ohnmächtig ohne uns

ich-verloren schweigen wir
 
befriede unsere widerspenstigkeit, gott –
öffne uns den mund
für den befreienden schrei
der ketten zerreißt

endlich

(Magdalena Froschauer-Schwarz)

 

Zeichen und Wunder


Zeichen lass mich erkennen
in Zeiten der Wüste
in Zeiten der Bedrängnis
in Zeiten des Mangels
in Zeiten der Auflehnung
Zeichen die aufwärts weisen
 
Wunder lass mich erleben
inmitten des Alltags
inmitten des Festes
inmitten des Stillstands
inmitten der Lähmung
Wunder die Befreiung erbringen

Bilder lass mich schauen
von der Nähe des Himmels
von der Gegenwart Gottes
vom Wandel der Zeiten
vom Aufbruch zum Leben
Bilder in denen DU durchscheinst

Irene Unterkofler

umkehr nach vorne

wozu noch rückwärtsgedanken
wenn fußabdrücke
nach vorne zeigen
die zeit
sich nicht umdreht
sogar voll wird
erfüllt
wozu noch angst?

wozu noch zaghaftigkeit
wenn fröhlichkeit
ansteckt
JHWH
sich nicht wegwendet
sogar da – ganz da! – ist
mitten unter uns
wozu noch angst?

wozu noch in inneren wüsten verloren sein
wenn quellen
frisch hervorsprudeln
der mensch
sich nicht beschämt verstecken muss
sogar unendlich vertrauen darf:
du bist geliebt
wozu noch angst?

(Rainer Haudum)

 

 

Wie die Magier
die Zeichen der Zeit erkennen
offen sein für Neues
den Schritt in eine ungewisse Zukunft wagen
geleitet von einer Verheißung.

Wie die Magier
im Unscheinbaren Gott begegnen
vor einem Kind die Knie beugen
sich ganz Gott schenken
neue Dimensionen erfahren.

Wie die Magier
einen anderen Weg im Alltag gehen
das Herz offen halten
sich verwandeln lassen
neu werden - in und mit Gott.

(Reinhard Schandl)

 

Wann fängt Weihnachten an?

Wenn der Schwache
dem Starken die Schwäche vergibt.
wenn der Starke
die Kräfte des Schwachen liebt,

wenn der Habewas
mit dem Habenichts teilt,
wenn der Laute
bei dem Stummen verweilt
und begreift,
was der Stumme ihm sagen will,
wenn der Leise
laut wird
und das Laute still,

wenn das Bedeutungsvolle
bedeutungslos,
das scheinbar Unwichtige
wichtig und groß,
wenn mitten im Dunkel
ein winziges Licht
Geborgenheit,
helles Leben verspricht,

und du zögerst nicht,
sondern du
gehst so wie du bist
darauf zu,

dann
ja, dann
fängt Weihnachten an.

(Rolf Krenzer)

 

 

4. Adventsonntag
Denn für Gott ist nichts unmöglich -
Dein Wille geschehe.

 

13. Dezember - Offene Sinne

Gott gebe dir auf geraden Wegen
offene Augen für die Dinge am Wegrand.
Gott gebe dir auf dunklen Wegen
Lichtzeichen, damit du nicht in die Irre gehst.
Gott gebe dir auf verschlungenen Wegen
Mut, ins Ungewisse weiter zu gehen.
Gott gebe dir die Gewissheit,
dass dein Leben kein Holzweg ist,
sondern Sinn macht und ins Licht führt.

(Angelika Büchelin, in: dies. (Hg.), Adventlich leben. Ein spiritueller Begleiter, Ostfildern [Schwabenverlag] 2008)

 

2. Adventsonntag - "Bereitet, bereitet den Weg dem Herrn,

blicket auf, euer König kommt ... Macht die Bahnen gerade, lasst die Umwege sein, füllt die Schluchten der Verzagtheit und Furcht. Reißt die Berge und Hügel des Hochmuts ein, ebnet holprige Wege und horcht, denn es hallt: Das Heil Gottes erscheint aller Welt.“

 

1. Adventsonntag - Aufruf zur Wachsamkeit

Wachsamkeit hat auch mit Achtsamkeit zu tun. Von der orientalischen Kultur kann man vor allem lernen, dass sie sich meist viel intensiver genau jener Sache widmen, die gerade zu tun ist. Zeit ist dort vor allem die Gegenwart – und dieser wird die volle Aufmerksameit geschenkt. Ganz wach sein für das, was jetzt im Moment wichtig ist.

(aus dem biblischen Sonntagsblatt, Bibelwerk Linz)

 

 

Ein Lieblingsgebet von Kardinal Franz König

O Herr, Du weißt besser als ich, dass ich von Tag zu Tag älter und älter und eines Tages alt sein werde.

Bewahre mich vor der Einbildung, bei jeder Gelegenheit und zu jedem Thema etwas sagen zu müssen. Erlöse mich von der großen Leidenschaft, die Angelegenheiten anderer regeln zu wollen. Mach mich nachdenklich, aber nicht schwermütig, hilfsbereit, aber nicht bestimmend. Angesichts meines großen Reichtums an Lebensweisheit scheint es bedauerlich, nicht alles nützen zu können, aber du weißt, Herr, dass ich schließlich doch ein paar Freunde behalten möchte.

Bewahre mich vor der Aufzählung endloser Einzelheiten und hilf mir, die Dinge auf den Punkt zu bringen.

Lehre mich schweigen über meine Krankheiten und Beschwerden. Sie nehmen zu - und die Lust, sie zu beschreiben, wächst von Jahr zu Jahr. Ich wage es nicht, um so viel Gnade zu bitten, dass ich die Erzählungen anderer über ihre Schmerzen mit Freuden anhöre, aber hilf mir, diese mit Geduld zu ertragen.

Ich wage es nicht, ein besseres Gedächtnis zu erbitten, dafür aber zunehmende Bescheidenheit und abnehmende Selbstsicherheit, wenn meine Erinnerung mit der anderer in Widerspruch zu stehen scheint. Lehre mich die wunderbare Weisheit, dass ich mich irren kann.

Erhalte micht so liebenswert wie möglich. Ich möchte kein Heiliger sein - mit manchen von ihnen lebt es sich so schwer; aber ein Griesgram ist das Krönungswerk des Teufels.

Lehre mich, Gutes an unerwarteten Orten zu sehen und ungeahnte Talente in anderen zu entdecken - und verleihe mir, o Herr, die schöne Gabe, sie auch zu erwähnen.

Amen.

(17th Century Nun's Prayer)

 

 

 

 

Zufriedenheit und Dankbarkeit

Zufriedenheit und Dankbarkeit gehören zusammen.
Ihre gemeinsame Wurzel ist das Vertrauen.

Zufriedenheit und Dankbarkeit sind Quellen der Freude.
Sie strahlen Hoffnung aus.

Zufriedenheit und Dankbarkeit tun in alten Tagen gut.
Sie schenken einen heiteren Lebensabend.

Zufriedenheit und Dankbarkeit wachsen aus der Tiefe des Herzens.
Sie sind ein gutes Abendgebet.

Zufriedenheit und Dankbarkeit sehen das Gute in der Welt
und verzichten auf Kritik und Besserwisserei.

Durch Zufriedenheit und Dankbarkeit wächst der Mensch über sich selbst hinaus.
Sie bringen das Miteinander zum Blühen.

Zufriedenheit und Dankbarkeit bereiten Gott
und deiner Umgebung Freude.

 

 

Ostern - Der Stein kam ins Rollen

Der Stein kam ins Rollen:
in jener Osternacht,
an jenem Ostermorgen,
an jenem Ostersonntag –
und an vielen österlichen Tagen.

Die Botschaft bekam Beine:
durch jene Osterfrauen,
durch jenen Osterengel,
durch jene Osterzeugen –
damals und heute.

Der Weg wuchs im Gehen:
bei Maria von Magdala,
bei Petrus und Johannes,
bei den Jüngern von Emmaus –
mit jedem Schritt.

Ein Funke sprang über:
im Garten am Grab,
beim Kohlenfeuer am See,
im Obergemach in Jerusalem –
auch heute noch.

Der Freude wuchsen Flügel:
in weinenden Augen,
in trauernden Seelen,
in enttäuschten Menschen –
sie sahen und glaubten.

(Paul Weismantel)

 

 

 

Hände, die halten

Wenn ich durch mein Leben gehe,
beeinflusst, geritten von bösen Gewalten,
und alles Gute mich fallen lässt,
dann gibt es Hände, die halten.

Wenn ich durch die Schwärze irre,
bedroht von Schatten und finsteren Spalten,
von Bosheit und von Angst umstellt,
dann gibt es Hände, die halten.

Wenn ich ganz verlassen bin,
umweht von den Winden, den kalten,
von eisigen Wellen des Grauens umspült,
dann gibt es Hände, die halten.

Und wenn ich wieder glücklich bin,
will ich die Hände falten,
um ihm zu danken, der immer ist,
mit seinen Händen, die halten.

(Marlies Thuswald)

 

Dann lass du uns innehalten, Herr

Wenn es in unserem Leben drunter und drüber geht,
dann lass du uns innehalten, Herr.

Wenn wir uns nur im Kreis drehen,
dann lass du uns innehalten, Herr.

Wenn wir müde geworden sind,
dann lass du uns innehalten, Herr.

Wenn wir uns nach dem Sinn unseres Lebens fragen,
dann lass du uns innehalten, Herr.

Wenn wir uns verloren vorkommen und nicht wissen,
wie wir uns entscheiden sollen;
dann lass du uns innehalten, Herr.

Und in diesem Innehalten schenke du uns deinen Segen.

Damit wir wissen, wie es weitergehen kann.
Damit wir wieder Kraft schöpfen.
Damit wir wieder eine gute Perspektive haben.
Damit wir mit Zuversicht den Weg unseres Lebens gehen können. - Mit dir.

 

 

Kirche als Berghütte

Vor einiger Zeit bin ich auf ein Bild gestoßen, das mich als begeisterten Bergwanderer sofort angesprochen hat: die Kirche als Berghütte, ein bergender Stützpunkt an den Wegen der Menschen.

Eine Berghütte ist niemals für sich selbst da, sondern hilft, dass Menschen ihren Weg bewältigen können und ans Ziel gelangen. Sie bietet ihnen Schutz, Stärkung und Orientierung. Wer in die Hütte kommt, soll in erster Linie ausruhen und sich stärken, er soll sich mit anderen austauschen und Gemeinschaft erleben können.

Berghütten sind in der Regel einfach ausgestattet, kein komfortabler Ort für besondere Menschen; Bergsteiger fühlen sich in ihnen – unabhängig von Namen und Rang – verbunden und gleichgestellt. Wer sich besser vorkommt, fällt schnell einmal negativ auf. Wirte einer Berghütte stehen mit ihrer Autorität im Dienst der wandernden Menschen. Sie müssen die Wege kennen, um brauchbare Auskünfte geben zu können. Diejenigen, die es am meisten brauchen, haben in einer Hütte Vorrang. Wer am meisten friert und durchnässt ist, sitzt am dichtesten beim Feuer, Verletzte oder Erschöpfte werden mit Vorzug behandelt. Menschen in Berghütten fühlen sich darin verbunden, auf dem Weg zu sein. Sie verbindet ein Zusammengehörigkeitsgefühl.

Auch Fremde sind willkommen, denn ihnen fallen oft Dinge auf, die den Einheimischen nicht bewusst sind, und sie kennen andere Wege. Wirte dürfen nicht darauf aus sein, Wanderer an sich zu binden; vielmehr sollen sie ihnen Stärkung ermöglichen und helfen, den richtigen Weg zu finden.

(Klaus Dopler, Pfarrer in Gallneukirchen – aus Linzer Bibelsaat (Heft Nr. 113 – Juni 2010))

 

Heute

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Heute
kommt Gott mich besuchen.

Gott sucht mich
und ich lasse mich finden
wie ich bin und nicht bin.

Heute
strahlt auf
dieses unfassbare Licht,

das auch meine Finsternis erhellt
und mich zum Staunen bringt

über Gottes Größe
so klein in der Krippe.

Es weist mir
den Weg zum Frieden.

Ich wage ihn zu begehen,
denn wenn Gott
mich
besucht und sucht,
bin ich

erleuchtet
begleitet
gesegnet

in dieser Heiligen Nacht.

Petra Maria Burger

 

Komm und freu dich

Komm,
wach auf, steh auf und freu dich.
Die Zeit ist da.
Die Zeit ist erfüllt.
Neues Leben regt sich.
Neues Leben zeigt sich.

Leben ist sichtbar, spürbar, erfahrbar.

Nimm es wahr mit all deinen Sinnen.
Schau an und höre an das neue Leben.
Rieche und schmecke das neue Leben.

Genieße und freu dich über das Leben.

Es ist einmalig, einzigartig, kostbar.
Es ist so besonders.
Es fasziniert und lässt staunen.
Es ist geschenkt.

Komm und freu dich!

Christine Gruber-Reichinger

 

17. Dezember:

Das e-Book zum Geburtstag von Papst Franziskus


Herausforderung

Eigene Wege gehen
den Konventionen nicht entsprechen
auf Menschen im Out zugehen
mit ihnen verkehren

Das bleibt nicht ohne Folgen

gesellschaftlich anecken
in Frage gestellt werden
dem eigenen Ruf schaden
selber ins Out kommen

eine große Herausforderung
zu groß?

Einer hat sie angenommen
kompromisslos allen Ansehen verliehen

Und der lädt ein:
Folge mir nach!

(Ingrid Penner)

die natur ist…

der größte lieferant
unserer inneren bilder

ohne sie wären
unsere hoffnungen
längst ausgetrocknet

zu jeder jahreszeit
schenkt sie uns
in aller ruhe visionen
des vergehens
und wachsens

es gibt keine
menschliche erfahrung
für die sie uns nicht
ihre sprache leiht

nur das göttliche
bleibt auch bei ihr

in lauter stille

(w.bruners)

 

Adventbeginn

Beginn eines neuen Tages
Beginn eines neuen Monats
längst schon begonnen?
ein Monat mit höheren Erwartungen
und mehr Enttäuschungen

die Einladung:
Werke der Finsternis ablegen
Waffen des Lichts anlegen
Es ist besser ein Licht anzuzünden
als ständig über die Finsternis zu schimpfen

Adventbeginn
wie ein Sonnenaufgang
für MEINEN Advent

(Franz Troyer)

 

Täglich eine halbe Stunde auf Gott  zu horchen

ist wichig,
außer wenn man sehr viel zu tun hat.
Dann ist eine ganze Stunde nötig.

(Franz von Sales)

 

Geebnete Wege

manchmal ist der Weg
mühsam und beschwerlich
manchmal werden Unebenheiten
mir zur Last
manchmal stoße ich mich an Steinen
manchmal kann ich nicht über Gräben springen

dann wächst die Sehnsucht
nach geebneten Bahnen
nach Flügeln
um mich hinwegzusetzen
über alles was hemmt
und nach Visionen
die Kraft verleihen
für den aufrechten Gang
in die offene Zukunft 

(Angelika Gassner)


 

Wenn Du ein Schiff bauen willst...

... dann trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen,
Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen,
sondern
lehre sie die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer.

(Antoine de Saint-Exupéry)

 

Geschmack des Lebens

Sich engagieren gegen Hunger und Ungerechtigkeit
und sich zugleich freuen können
an Essen und Trinken, an Feier und Fest.
Sich beunruhigen lassen durch Krieg und Gewalt
und sich zugleich beruhigt schlafen legen,
dankbar für den Frieden im eigenen Land.
Sensibel bleiben für Kranke und Leidende
und zugleich die eigene Gesundheit genießen
und die Möglichkeiten die sich dadurch eröffnen,
um glücklich zu sein.
Aus der Freude, dem Genuss und der Lust
und der Ruhe im Herzen wieder Kräfte wachsen lassen
zum Einsatz für gelingendes Leben
und eine versöhnte Welt.

(Christa Spilling- Nöker)

 

Gesegnet

Gesegnet seist du
in deinen Schritten der Achtsamkeit
damit du immer mehr zu dir selbst finden kannst

Gesegnet seist du
in deiner Aufmerksamkeit
um mitzugestalten an einer zärtlicheren Welt

Gesegnet seist du
im Verbinden von Erde und Himmel
damit in dir das Helle deine dunklen Seiten erleuchtet

Gesegnet seist du
im Weitertragen der Sehnsucht
die dich das Leben als Geschenk erfahren lässt

Gesegnet seist du
in diesem Neuen Jahr
damit du Gottes Wegbegleitung wahrnehmen kannst
jeden Augenblick deines Daseins.

(nach Pierre Stutz, in: Weihnachten – unserer Sehnsucht folgen, Freiburg [Verlag Herder], 2001)

 

Manche Menschen wissen nicht, wie wichtig es ist,

dass sie einfach da sind.

Manche Menschen wissen nicht,
wie gut es ist, sie nur zu sehen.

Manche Menschen wissen nicht,
wie tröstlich ihr gütiges Lächelns wirkt.

Manche Menschen wissen nicht,
wie wohltuend ihre Nähe ist.

Manche Menschen wissen nicht,
wieviel ärmer wir ohne sie wären.

Manche Menschen wissen nicht,
dass sie ein Geschenk des Himmels sind.

Sie wüssten es,
wenn wir es ihnen sagten.

(Paul Celan)

 

Offen. Ganz offen

Rund und ruhig.
Vollendet die Form -
durch nichts zu verbessern.

Alles im Ei ist ausgerichtet
auf ein schleimiges Etwas.
Will wachsen, will leben.

Es weiß nichts um die Henne, die sich
sorgt da draußen um dieses Etwas,
nicht einmal, dass es ein Draußen gibt.
Doch ein Ei,
das bleibt, wie es ist, ist tot.

Würde das Küken sagen:
Mir genügt, wie es ist, ich bleibe da.
Es würde ersticken -
die Schale intakt,
doch darinnen der Tod.

Leben ist Öffnen.
Aufbrechen. Sprengen.
Die schützende Schale durchstoßen.

Hinaus in die Weite,
wo ich nicht weiß, wie es ist
und was kommt.

Offen, ganz offen. Alles geöffnet.
Dann erst ist Leben.

Dann erst der Himmel.

(Matthäus Fellinger)

 

 

 

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 07. Januar 2018 um 08:21 Uhr
 

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