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Witzelsdorf Drucken

Pfarrkirche Hl. Martin

Witzelsdorf hat in 95 Häusern 187 Einwohner und besitzt ein Areal von 1234 ha. Als Wizilinesdorf genannt ist der Ort vermutlich schon 1083 bekannt. Etwas nördlich am Markte (20 Schritte entfernt) erhebt sich auf einer kleinen Anhöhe die Pfarrkirche, dem heiligen Bischof Martin geweiht. Sie zeigt außen schönes romanisches Quaderwerk, barock in Ziegel überhöht, besitzt einen massigen Ostturm, am frühgotischen Chor (um 1300) außen kräftige romanische Dreiviertelsäulen mit Schildkapitälen und ehemals Traufschrägen.

Nordseitig ist ein romanisches Rundbogentor mit kräftigem Rundwulst zu sehen. Das Langhaus ist im Baukern romanisch (13. Jh.) mit barocken Spiegelgewölben. Das Chorquadrat (darüber der Ostturm) mit zwei wuchtigen romanischen Konsolen, im kleinen Chor frühgotisches Kreuzrippengewölbe auf Hornenden, Dreifachsäulen auf Zackenkonsolen.

 

Der Heilige Martin

Martin wurde um 316 nach Christus geboren im heutigen Ungarn geboren. Da sein Vater römischer Soldat war, wuchs Martin in Italien auf.

Martin war damals 18 Jahre alt. Es war ein sehr kalter Abend und der Bettler hatte kaum Kleider an. Er fror entsetzlich. Ohne zu zögern nahm Martin seinen warmen Mantel und teilte diesen mit seinem Schwert in der Mitte. Eine Hälfte seines Mantels gab er dem frierenden Bettler.

Als ihm in dieser Nacht Christus erscheint und sagt, dass Christus selbst dieser Bettler gewesen ist, lässt sich Martin taufen. Er wird Schüler des Bischofs Hilarius von Portiers und gründet ein Kloster.

Martin wurde 10 Jahre nach der Gründung seines Klosters gegen seinen Willen zum Bischof von Tours gewählt. Martin blieb jedoch weiterhin sehr bescheiden und half vor allem den Armen. Er gründete weitere Klöster und unternahm immer wieder weite Reisen, um den Menschen von Christus zu erzählen.

Am 8. November 397 starb er auf einer dieser Reisen. Am 11. November wurde er im Beisein von 2000 Mönchen begraben.

Über seinem Grab wurde eine Kapelle gebaut.

 

Martin und die Gänse

Eine alte Legende erzählt die Geschichte von Martin und den Gänsen: 10 Jahre nach der Gründung seines ersten Klosters sollte Martin von den Einwohnern der Stadt Tour zum Bischof gewählt werden. Martin hatte jedoch Angst vor der großen Verantwortung des Amtes und lief davon. Er versteckte sich in einem Gänsestall um nicht gefunden zu werden.

Die Gänse jedoch begannen laut zu schnattern und verrieten damit Martins Versteck. Als Strafe für die verräterischen Gänse gibt es seither das traditionelle Ganslessen am 11. November.

 

Martini und die Laternen

Martini war früher der letzte Festtag vor der sechswöchigen Advent- und Fastenzeit. Er begann mit einer Andacht am Vorabend, dem Lucernarium - das heißt „Zeit des Lampenanzündens“.

Aus diesem Lucernarium entwickelten sich wahrscheinlich unsere Lichterumzüge – die Licht in das Dunkel bringen sollen. Die Kinder gingen früher mit ihren Laternen von Haus zu Haus und erbaten sich Süßigkeiten. In ländlichen Gebieten werden diese Martinslaternen heute noch aus Kürbissen hergestellt.

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Parte von Diakon Johannes Schöberl

Als Gott sah, dass der Weg zu lang, der Hügel zu steil

und das Atmen zu schwer wurde, legte er den Arm um dich und sagte: Komm heim!

Parte von Diakon Johannes Schöberl

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Stefanie und Johann Tesar - 65 Jahre verheiratet

Glücklich und dankbar feierten am Sonntag, den 10. Jänner 2016 in der Pfarrkirche Witzelsdorf das Ehepaar Stefanie und Johann Tesar ein besonderes Jubiläum.
Die Eiserne Hochzeit - 65 Jahre verheiratet.

Im Beisein der Pfarrgemeinde und auch im Kreise der Verwandten segnete Pfarrer Erich Neidhart bei der Hl. Messe ihren Ehebund, den das Jubelpaar am Samstag, den 30.12.1950 ebenfalls in der Pfarrkirche Witzelsdorf geschlossen hatte.

Wir gratulieren herzlich und wünschen Ihnen weiterhin Gesundheit, Gottvertrauen und Gottes Segen bei Ihrem gemeinsamen Lebensabend.

 

 

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März 2015: Urkunde im Turmkreuz entdeckt

Website der Marktgemeinde Eckartsau

Im Spätsommer 2014 wurde die Außenrenovierung der Wehrkirche Witzelsdorf vorgenommen. Während der Arbeiten wurde festgestellt, dass auch das Turmkreuz bereits massive Schäden aufwies und wieder Instand gesetzt werden musste.

Bei der Demontage des Kreuzes ist dabei im Inneren eine versiegelte Kupferrolle entdeckt worden, die nach vorsichtiger Öffnung eine Urkunde zu Tage brachte. Diese wurde im Jahre 1959, damals wurde das stark beschädigte Turmdach erneuert, im Hohlraum des Kreuzes deponiert.

In der prächtigen Urkunde wurde unter anderem auch der Wunsch hinterlegt, sollte dieses Schreiben bei Renovierungsarbeiten wieder entdeckt werden, dass eine Festmesse für die Witzelsdorfer zelebriert werden möge.

Die Pfarrgemeinderäte aus Witzelsdorf sind sofort auf den Plan getreten und werden unter der Leitung von Pfarrer Erich Neidhart am 09. Mai 2015, an der auch das renovierte Kreuz in schwindelnder Höhe auf die Spitze des Turmes wieder montiert wird, diese Festmesse feiern. Auch wird ein aktuelles Dokument verfasst und für die Nachwelt im Inneren des Kreuzes hinterlegt werden.

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 23. April 2016 um 09:46 Uhr
 

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